Dalmatiner von der Hoofer Pforte
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BARF--> biologisch artgerechtes rohes Futter

Seit wir unseren Mops Manny haben, sind wir zu Barfern geworden. Manny`s Züchterin hat uns einen Artikel zum Lesen gegeben, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten...

 

 

Zur Ernährung des Hundes

 

Die Ernährung ist wahrscheinlich das Wichtigste Standbein einer guten Gesundheit. Leider haben die meisten Hundebesitzer die Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes an die Tierfutterhersteller abgegeben. Es ist bequemer und einfacher, einen Sack Futter zu kaufen und den Angaben des Herstellers zu glauben, als sich eingehend mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen.

 

Das Ergebnis der Fütterung mit dieser auf Getreide basierenden Nahrung wird immer deutlicher durch den Zuwachs an Krankheiten in unserer Humdepopulartion. Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreainsuffizienz, Hautprobleme, Nierne- und Lebererkrankungen, Immunschwäche, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach mit "Überzüchtung" erklären.

 

Viele Tierärzte, Züchter und Hundebesitzer sind heute der Meinung, dass Fertigfutter einer der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen Alternativen zu Fertigfutterprodukten. Eine dieser Alternativen, die mittlerweile Befürworter in der ganzen Welt hat, ist die sogenannte BARF-Ernährung.

 

 

BARF - was ist das?

 

Das  Akronym BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp benutzt, um die Leute zu bezeichnen die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernähren, und um das Futter selber zu bezeichnen. In diesem Fall bedeutete das Akronym Born Again Raw Feeders (neugeborene Rohfütterung) oder Bones And Raw Foods (Knochen und rohes Futter). Später wurde dem Akronym noch die Bedeutung "Biologically Appropriate Raw Foods" (biologisch geeignetes rohes Futter) gegeben.

 

Somit ist B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Fuuter) ein Begriff, der Futter beschreibt, dass aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird und roh verfüttert wird. Hierbei versucht man soweit wie möglich die Ernährung eines wild lenemden Kaniden, wie z. B. die des Wolfes, zu imitieren.

 

 

Fertigfutter - was ist das?

 

Den wenigsten Hundebesitzern dürfte klar sein, was alles für "leckere" Sachen in diesen Futtersäcken sind. Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern wissen schon viele, und es gibt inuwischen auch zahlreiche Marken, die angeblich ohne diese Schadstoffe auskommen. Wie ihr Futter trotzdem mindestens ein Jahr haltbar sein kann,  erklären sie nicht. Fakt ist, dass die Hundefutterhersteller ihre Grundsubstanzen so einkaufen, dass die Konservierungsstoffe schon enthalten sind. Deshal brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen und sie auch nciht zu deklarieren. Anders ausgedrückt: Wenn auf einem Hunmdefuttersack steht "keine Zusatzstoffe", dann heist das nur, dass der Hersteller bei seiner Verarbeitungkeine Zusatzstoffe hinzugefügt hat; er darf das also auch dann, wenn er Vorprodukte, also Tier- und Getreidemehle, mit Konservierungsstoffen verwendet.

 

Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten. Dazu muss man erst wissen, was alles erlaubt ist unter Begriffen wie "Tierische Nebenprodukte", "Geflügelfleischmehl", "Trockenmschnitzel", "Fischmehl" oder "Knochenmehl".

 

Im folghenden einige Tierkörperteile, die auch in den besseren Hundefutterprodukten enthalten sind:

Hühner: Füße, Schnabel, Federn, Kot

Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin;

dazu der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken. Füße, Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der bei der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff ( eigendlich stammt er ja aus dem Horn von Schnabel und Krallen undnicht aus einem Protein) in die Analyse eingeht und so den Rohproteinwert des Futtermittels erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden kann.

 

Alle Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60-90 Prozent) aus Getreide, was man in der Analyse umgeht, indem man die Getreidesorten einzeln auflistet. So ist es möglich, Fleischmehl als erste Zutat aufzuführen, obwohl zusammen gerechnet die Haupt- Zutat gemischtes Getreide ist.

 

Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essenzielle Fettsäuren werden zerstört, verändert oder beschädigt durch die Erhitzung imHerstellungsverfahren, viele Narkosemittel und Medikamente jedoch nicht. Auf diese Substanzen wird das Futter aber nicht untersucht. Schon mal überlegt, wo die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge landen? Antwort: Knochen- und Fleischmehl!

 

Dazu kommt, dass die Abdeckerein sich oft nicht einmal die Zeit nehmen, Flohhalsbäner von verendeten oder eingeschläferten Tieren oder die Plastikverpackungen von abgelaufenden Supermarktfleisch zu entfernen, bevor diese zu Knochen- oder Fleischmehl verarbeitet werden.

 

Gerne verwendet man auch Füllstoffe wie Rotebeetemasse, da sie den Stuhl dunkel frben und lange im Darm bleiben, was dazu führt, dass der Stuhl sehr fest ist- ein beliebtes Verkaufsargument vieler Hersteller.

 

Auch benutzen die Fertigfutterhersteller gerne Bezeichnungen wie "Zellulose", was meist einfach eine unverdächtig klingende Bezeichnung für Segemehl ist.

 

 

Der Hund ist ein Karnivor!

 

Wie sein Vorfahr, der Wolf, gehört der Hund zur Ordnung der Karnivoren, wobei der Wolf kein reiner Fleischfresser ist. Außer Beutetieren frisst der Wolf Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot der Pflanzenfresser. Überwiegend frisst der Wolf jedoch Großwild; vom Beutetier wird alles auf gefressen bis auf die größerne Knochen, einen Großteil von Haut und Fell und einen Teil des Magen-Darm-Inhalts.

 

Durch den Verzehr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn lebenswichtige Nährstoffe: Eiweis, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Balaststoffe.

 

Der Hund hat das Gebiß eines Kanivoren, mit kräftigen Eckzähnen, um die Beute zugreifen und Backenzähnen mit scharfen Kanten, um Fleisch und Knochen durchbeißen zu können.

 

Im Gegensatz zu Pflanzenfressern hat der Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel und produziert vergleichsweise sehr wenig Speichel. Hundesüpeichel ist sehr zähflüssig und dient als GHleitmittel für die Nahrung, die beim Fleischfresser meist aus größeren Brocken besteht.

 

Der Maghen des Hundes ist im Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß: achtmal so groß wie ein Pferdemagen in Relation zum Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält anteilig 10x mehr Salzsäure als die des Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter 1 ( Mensch: pH-Wert 4-5). Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch.

 

Der Dram des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Daarm des Pflanzenfressers. Die Vollständige Verdauung von Fleisch und Knochen dauert beim Hund maximal 24 Stunden; Pflanzenfresser brauchen für die Verdauung 4 bis 5 Tage.

 

All diese Fakten sprechen eindeutig dafür, dass der Hund ein Fleischfresser ist und eine auf Getreide basierende Ernährung grundsätzlich falsch ist für diese Spezies.

 

Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige Probleme beim Hund. Die Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es kommt zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide, weil im hocherhitztem Fertigfutter kaum noch Enzyme vorhanden sind und die Verdauung des Hundes auf große Mengen von pflanzlicher Nahrung keineswegs eingestellt ist.

 

Das Kochen von tierischen Eiweißen verändert viele der Aminosäuren-Ketten und macht sie für den Hund größtenteils unbrauchbar. Eiweiße werden durch Kochen schwer verdaulich, zu dem gehen dabei viele Mineralien verloren. Auch wenn man das Kochwasser hinzufüttert, sind diese Mineralien größtenteils nicht mehr verwertbar für den Hund. Der Hund hat einen anderen Bedarf an Aminosäuren als die Pflanzenfresser, und diese Aminosäuren sind fast alle in rohem Fleisch enthalten. Ohne diese Aminosäuren kann der Hund kein gesundes Gewebe und gesundes Immunsystem aufbauen.

 

Das Fett im Fertigfutter wird durch Konservierungsmittel wie Ethoxiquin, BHA und BHT haltbar gemacht. Diese Konservierungsmittel können die Bildung von weißen Blutkörperchen verhindern, das Immunsystem schwächen und die Aufnahme von Glucose blockieren und dürfen wegen Krebsverdacht in Nahrungsmittel für den Humanverzehr nicht verwendet werden. Omega-3-Fettsäuren fehlen meist gänzlich im Fertigfutter, weil sie nicht lange haltbar gemacht werden können.

 

Letztendlich sind gekochte Nahrungsmittel völlig tot. Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden zerstört oder in einen unbrauchbaren Zustand gebracht. Teilweise werden diese Zutaten dem Fertigfutter zugeführt, aber oft sind es billige, chemisch hergestellte Präparate, die nur schwer verwertet werden können.

 

Im günstigsten Fall überlebt der Hund scheinbar gesund; doch oft genug kommt es zu Erkrankungen. Das Immunsystem wird geschwächt durch den Mangel an Enzymen, Aminosäuren, Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren; die überforderte Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr richtig; durch die fehlende Zahnhygiene entstehen Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul, die wiederum das Immunsystem schwächen. Einige neue unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass der Zahnstein und die darauffolgende Zahnsteinentzündung beim Hund eine Immunschwäche verursachen.

 

Inzwischen gibt es diverse Diätfutter, um die Erkrankungen zu behandeln, die durch das Füttern von Fertigfutter überhaupt erst entstanden sind. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diese Ironie lachen.

 

 

Was nun?

 

Aus Sorge um die Gesundheit ihrer Hunde haben sich immer mehr Züchter und Hundebesitzer in den letzten Jahren mit der Ernährung ihrer Tiere befasst. Dabei sind viele auf die natürliche, artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch und Knochen gekommen. Ältere, fast vergessene Bücher, wie die von Juliette de Bairacli Levy, fanden auf einmal neue Leser, und viele neue Bücher zum Thema kamen auf den Markt.

 

Juliette de Bairacli Levy sei hier noch kurz erwähnt, denn diese außergewöhnliche Frau hatte bereits in den 50er und 60er Jahren vor der Gefahr des Fertigfutters und vor Impfungen gewarnt und immer die Ernährung mit frischen, rohen Zutaten befürwortet. Die Züchter, die ihren "natural rearing"-Methoden über Jahrzehnte treu blieben, berichteten von durchgängig gesunden Hunden in Zeiten, in denen man immer mehr von kranken Hunden hörte.

 

Inzwischen füttern viele Menschen ihre Hunde nach den Prinzipien von BARF und berichten von erstaunlicher Besserung ihres Gesundheitszustands. Hautprobleme verschwinden, die Hunde haben mehr Energie, die Hündinnen haben mit Trächtigkeit unf Welpenversorgung weinger Probleme, und die Welpen wachsen langsamer und gesünder auf. Viele gesundheitliche Probleme verschwinden oder verbessren sich nach der Umstellung auf BARF.

 

Bei der natürlichen Ernährung wird versucht, die Nahrung eines wildlebenden Kaniden nachzuahmen. Da es wohl kaum möglich ist, ganze wildlebende Tiere zu verfüttern, muss man sich mit den Nahrungsbedürfnissen des Hundes auseinandersetzen. Es kann zur Fehlernährung kommen, wenn man nur Fleisch füttert. Es gibt einiges zu beachten, z.B. das Alter des Tieres, seinen Gesundheitszustand und natürlich, dass der Hund mit allen Nährstoffen in audreichenden Mengen versorgt wird.

 

Nur Mut: Diese Art von Fütterung ist viel einfacher als man denkt.

 

 

Vorurteile

 

Viele Hundebesitzer haben Bedenken, BARF zu füttern, weil die Fertigfutterhersteller und Tierärzte immer wieder vor rohem Fleisch und Knochen warnen. Rohes Fleisch sei gefährlich - der Hund werde Parasiten oder Salmonellen bekommen, heißt es. Nur durch Fertigfutter könne der Nährstoffbedarf des Hundes gedeckt werden, wird behauptet. Knochen seien lebensgefährlich, warnt die Fertigfutterlobby. Rohernährung sei viel zu teuer und zeitaufwändig, heißt es.

 

Wie oben schon erklärt worden ist, besitzt der Hund den Verdauungsapparat eines Karnivoren; das heißt, die gesamte Verdauung des Hundes ist auf rohes Fleisch und Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Bakterien sowie Parasiten sind allgegenwertig - ein gesunder Organismus wird damit problemlos fertig. Die Magensäure des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und Fleischm problemlos verdauen. Dadurch den Schlüsselreiz Fleisch ausreichend Magensäfte produziert werden, werden bei der Rohernährung schädliche Bakterien vernichtet, und es kommt äußerst selten zu Parasitenbefall.

 

Es ist gar nicht notwendig, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei jeder Mahlzeit zu verabreichen. Eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in der Natur passiert. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter schlimm wenn ein Hund eine gewisse Zeit etwas einseitig isst, vorausgesetzt, man füttert in der Regel recht abwechslungsreich.

 

BARF zufüttern ist nicht wesentlich zeitaufwändiger oder teurer als Fertigfutter zu füttern. Am Anfang machen sich viel Sorgen, dem Hund könnte etwas fehlen, und neigen dazu, zu viele Ergänzungsmittel zu füttern oder darauf zu achten, dass der Hund täglich alles bekommt. Mit der Zeit legen sich diese Sorgen und der Zeitaufwand wird geringer. Fleisch und Knochen, die man zur BARFR-Ernährung nutzt, sind meist Überbleibsel von Fleisch für unsere Ernährung und deswegen nicht teurer als ein mittelmäßiges Hundefutter.

 

 

Vorteile

 

  • kein Zahnstein
  • kein übler Hundegeruch
  • weniger Parasitenbefall
  • starkes Immunsystem
  • wesentlich kleinere Kotmengen
  • fester, fast geruchloser Kot
  • starke Bänder und Sehnen
  • bessere Muskulatur
  • Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
  • weniger Wachstumsprobleme
  • Risiko von Magendrehung drastisch reduziert
  • schönes, gesundes, glänzendes Fell

 

 

 

Letztendlich ist zu sagen, dass die Entscheidung über die Wahl des Futters ganz allein bei Ihnen, als Herrchen und Frauchen liegt!

 

Bei Fragen zum Thema BARF können Sie sich gern an uns wenden.

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